Genossenschaften Zürich Kreis 4: PLZ 8004

Eliane
January 15, 2026

Aussersihl, Hard, Langstrasse – der Kreis 4 hat sich vom Arbeiterquartier zum gefragten Multikulti-Hotspot entwickelt. Aber während Private ihre Altbauwohnungen für 2'500 CHF anbieten, gibt es hier noch ein Paralleluniversum: 273 Genossenschafts- und Stadtwohnungen, die im letzten Jahr den Mieter oder die Mieterin wechselten.

Wir haben die Daten gecheckt. Die grösste Überraschung: 72% aller Inserate kommen von der Stadt Zürich. Und die vergibt ihre Wohnungen quasi per Lotterie (zumindest die Besichtigungstermine)– jeden Freitag um 12 Uhr. Klingt verrückt? Ist aber das fairste System, das Zürich je hatte.

Hard Facts: Wer bietet was?

  • Stadt Zürich: 197 Inserate, legendäre Siedlungen wie Hardau II, Bullingerhof, Limmat I+II
  • PWG (Stiftung): 37 Inserate, Altbauten im ganzen Kreis 4 verteilt
  • ABZ: 8 Inserate, denkmalgeschützte Siedlung Sihlfeld
  • Kleinere Player: BG Oberstrass (5), ZBWG (4), und weitere
  • Eintrittspreis: Stadt Zürich und PWG: CHF 0.– (keine Anteilscheine)
  • Besonderheit: Im Kreis 4 stehen 600 GBMZ-Wohnungen – die grösste Genossenschaft im Quartier (die Anmeldeliste ist leider aktuell geschlossen)

Scout-Daten: Was kostet eine Wohnung wirklich?

Unsere Analyse von 273 Inseraten zeigt: Der Kreis 4 ist bezahlbar geblieben – wenn man weiss, wo man suchen muss.

Die Schnäppchen (Stadt Zürich):Singles aufgepasst: 1-Zimmer-Studios gibt es ab CHF 686 (Sihlquai), 1.5-Zimmer ab CHF 615 (Limmatstrasse). Selbst am Bullingerplatz zahlst du für 2.5 Zimmer nur CHF 1'144.

Der Mittelweg (PWG):Die PWG vermietet solide Altbauten: 3 Zimmer an der Agnesstrasse für CHF 1'325, 3.5 Zimmer an der Rotwandstrasse für CHF 2'006. Kein Luxus, aber ehrlich und günstig.

Die Perlen (ABZ):Die denkmalgeschützte Siedlung Sihlfeld ist legendär: 3-Zimmer-Wohnungen für unter CHF 1'000, 4 Zimmer für CHF 1'101. Hier wohnt man in Architekturgeschichte.

Unser Fazit aus den Daten:Stadt Zürich dominiert, aber: Wer keine Stadtwohnung bekommen kann, findet bei PWG und ABZ echte Alternativen. Die Preise? 30-40% unter Markt.

Datum
Ort / PLZ
Zi.
Miete
Vermieter / Adresse
Kategorie: Singles (Die Schnäppchen!)
Mär 2024
8005 Zürich
1.5
CHF 615
Stadt Zürich / Limmatstrasse
Aug 2025
8005 Zürich
1.0
CHF 686
Stadt Zürich / Sihlquai 344
Okt 2025
8005 Zürich
1.5
CHF 804
Stadt Zürich / Limmat II, Fabrikstrasse
Nov 2024
8004 Zürich
1.0
CHF 820
Stadt Zürich / Sihlfeld, Sihlfeldstrasse
Apr 2024
8004 Zürich
1.5
CHF 824
Stadt Zürich / Norastrasse
Kategorie: Paare & Klein-WGs
Apr 2024
8004 Zürich
2.0
CHF 906
Stadt Zürich / Hardau II, Norastrasse
Aug 2024
8005 Zürich
2.5
CHF 959
Stadt Zürich / Limmat I, Heinrichstrasse
Dez 2024
8004 Zürich
2.5
CHF 1'037
Stadt Zürich / Sihlfeld, Hohlstrasse
Dez 2025
8005 Zürich
2.5
CHF 1'108
Stadt Zürich / Limmat 2, Limmatstrasse
Nov 2024
8004 Zürich
2.5
CHF 1'144
Stadt Zürich / Hardau II, Bullingerstrasse
Mär 2024
8004 Zürich
2.0
CHF 1'250
PWG / Zimmerlistrasse 10
Kategorie: Klein-Familien (3-3.5 Zi)
Jul 2024
8005 Zürich
3.0
CHF 799
ABZ / Ottostrasse 33
Sep 2024
8004 Zürich
3.0
CHF 972
Stadt Zürich / Erismannhof 16
Mai 2024
8004 Zürich
3.0
CHF 983
ABZ / Sihlfeldstrasse 158
Jul 2024
8004 Zürich
3.0
CHF 1'013
ABZ / Sihlfeldstrasse 154
Sep 2025
8005 Zürich
3.0
CHF 1'019
Stadt Zürich / Limmat I, Limmatstrasse 163
Nov 2024
8004 Zürich
3.0
CHF 1'086
Stadt Zürich / Bullingerhof, Agnesstrasse
Jun 2025
8004 Zürich
3.0
CHF 1'325
PWG / Agnesstrasse 5
Nov 2024
8004 Züreich
3.5
CHF 1'303
Stadt Zürich / Herdern, Herdernstrasse 62
Kategorie: Familien (4+ Zimmer)
Sep 2024
8004 Zürich
4.0
CHF 1'019
Stadt Zürich / Erismannhof, Seebahnstrasse 265
Mär 2024
8004 Zürich
4.0
CHF 1'055
ABZ / Kanzleistrasse 161
Okt 2024
8004 Zürich
4.0
CHF 1'101
ABZ / Sihlfeldstrasse 152
Nov 2024
8004 Zürich
4.0
CHF 1'127
Stadt Zürich / Erismannhof, Seebahnstrasse
Sep 2025
8005 Zürich
4.0
CHF 1'246
Stadt Zürich / Limmat I, Gasometerstrasse 45
Mär 2024
8004 Zürich
5.0
CHF 1'446
ABZ / Zypressenstrasse 115
Jun 2024
8006 Zürich
4.0
CHF 1'780
ZBWG / Sonneggstrasse 54
Nov 2024
8006 Zürich
5.5
CHF 2'523
BG Oberstrass / Langmauerstrasse 78

Verpasse kein Freitags-Glück mehr

197 Stadt-Inserate klingen viel, aber jeden Freitag um 12 Uhr ist die Lotterie vorbei. Unser Such-Alarm scannt alle Quellen rund um die Uhr. Sobald eine Wohnung im Kreis 4 frei wird – egal ob Stadt, PWG oder Genossenschaft – bist du die Erste, die es weiss.

Jetzt Such-Alarm kostenlos aktivieren

Stadt Zürich: Das Lotterie-System verstehen

72% aller Inserate im Kreis 4 stammen von der Stadt Zürich. Aber Achtung: Das sind keine Genossenschaften, sondern städtische Verwaltung. Was heisst das für dich?

Der Prozess – Schritt für Schritt:

  1. Mittwoch: Neue Wohnungen erscheinen im "Tagblatt der Stadt Zürich" und online
  2. Bis Freitag 12 Uhr: Du meldest dich online für die Besichtigung an (via "Mein Konto")
  3. Freitag 12 Uhr: Zufallsgenerator wählt 30 Glückliche aus
  4. Nach Besichtigung: Nur wer besichtigt hat, darf sich bewerben
  5. 2-3 Wochen später: Zu- oder Absage

Die Einkommensgrenze – das musst du wissen:

Für freitragende Wohnungen (die meisten Stadtwohnungen):

  • Dein Jahreseinkommen darf maximal 4x die Jahresmiete betragen
  • Beispiel: 3-Zi für CHF 1'200/Monat = CHF 14'400/Jahr → Max. Einkommen CHF 57'600
  • Mindestbelegung: Zimmerzahl minus 1 Person (3-Zi = mind. 2 Personen)

Für subventionierte Wohnungen (ca. 20% der Inserate):

  • Noch tiefere Einkommensgrenzen
  • Vorrang für Familien mit Kindern

Warum die Lotterie genial ist: Früher: 30'000 Anrufe in 30 Minuten, wer durchkam, hatte Glück. Heute: Jeder hat die gleiche Chance. Keine Warteliste, kein Vitamin B, kein Stress. Der Algorithmus ist blind für Alter, Herkunft oder Beziehungen.

Der Haken: Wer die Einkommensgrenze überschreitet, fliegt raus. Das betrifft vor allem gut verdienende Singles und kinderlose Paare.

PWG: Die stadtweite Alternative

Während die Stadt Zürich Einkommensgrenzen hat, ist die PWG (Personalwohnbaugenossenschaft) offener. Technisch gesehen ist die PWG eine öffentlich-rechtliche Stiftung der Stadt Zürich – aber mit einem entscheidenden Unterschied: Keine strikten Einkommensobergrenzen.

Hard Facts PWG:

  • Über 2'400 Wohnungen in 200+ Liegenschaften
  • Im Kreis 4: 37 Inserate (Agnesstrasse, Hohlstrasse, Ernastrasse, etc.)
  • Mieten: 33% unter Marktniveau
  • Keine Anteilscheine, keine Warteliste

Der Bewerbungsprozess:

  1. Inserate erscheinen auf pwg.ch
  2. 72-Stunden-Fenster (!) – dann ist das Inserat offline
  3. Online-Bewerbung via Fragebogen
  4. Zufallsgenerator wählt Kandidaten für Besichtigung
  5. Nach Besichtigung: Dokumente einreichen (Betreibungsauszug, Steuerrechnung)

PWG-Kriterien:

  • Belegung: Zimmerzahl minus 1 = Mindestpersonenzahl
  • Einkommen: Nicht zu hoch, nicht zu tief (Richtwert: max. 4x Jahresmiete)
  • Quartierbezug und Durchmischung werden berücksichtigt

Insider-Tipp: Die PWG kauft laufend Häuser auf. Neue Liegenschaften werden oft als "Paket" vermietet – dann kommen 5-10 Wohnungen gleichzeitig auf den Markt. Unser Such-Alarm erkennt solche Wellen automatisch.

ABZ: Architektur-Ikone Sihlfeld

Wer durch den Kreis 4 spaziert, kommt an ihr nicht vorbei: Die Siedlung Sihlfeld der ABZ (Allgemeine Baugenossenschaft Zürich). Erbaut 1929-1932 von Architekt Jacques Pfister-Picault, heute denkmalgeschützt.

Die Daten:

  • 8 Inserate im Kreis 4 (Sihlfeldstrasse, Ottostrasse, Zypressenstrasse)
  • 3-Zimmer ab CHF 799 (Ottostrasse 33)
  • 4-Zimmer ab CHF 1'055 (Kanzleistrasse)
  • 5-Zimmer für CHF 1'446 (Zypressenstrasse)

Bewerbung bei der ABZ:Im Gegensatz zu Stadt Zürich und PWG ist die ABZ eine echte Genossenschaft:

  • Anteilscheine erforderlich (werden erst bei Zusage gezeichnet)
  • Freie Wohnungen auf abz.ch oder Homegate
  • Klassisches Bewerbungsverfahren (Dossier einreichen)
  • Bei hoher Nachfrage: Zufallsgenerator für Besichtigungen

Der Vibe: Wer hier wohnt, lebt in Geschichte. Hohe Decken, Stuck, Parkettböden – aber auch: Hellhörig, alte Bäder, kein Lift. Das Quartier? Multikulti pur, laut, lebendig. Perfekt für Leute, die das urbane Leben lieben.

Die kleineren Player

BG Oberstrass (5 Inserate, vor allem PLZ 8006):

  • Fokus auf Unterstrass (Langmauerstrasse)
  • Grössere Wohnungen (5.5-Zi für CHF 2'523)
  • Klassische Genossenschaft mit Anteilscheinen

ZBWG (Zürcher Bau- und Wohngenossenschaft, 4 Inserate):

  • Sonneggstrasse (PLZ 8006)
  • Mittelgrosse Wohnungen (3-4 Zi)
  • Anteilscheine erforderlich

Einfach Wohnen (2 Inserate):

  • Neue, kleine Genossenschaft
  • Fokus auf innovative Wohnkonzepte

GBMZ (Gemeinnützige Bau- und Mietergenossenschaft):Die grösste Genossenschaft im Kreis 4 mit 600 Wohnungen (vor allem im Quartier Hard). In unseren Daten: Keine Inserate. Warum? Die GBMZ vermietet primär intern oder über Anmeldelisten. Trotzdem: Die Anmeldung lohnt sich, sobald die Liste wieder geöffnet ist.

Wie kommt man rein? Die drei Wege

Weg 1: Stadt Zürich (für Normalverdiener)

Vorteile:

  • Keine Anteilscheine
  • Faire Lotterie – echte Chancengleichheit
  • Legendäre Siedlungen (Hardau, Limmat, Bullingerhof)
  • Sehr günstige Mieten

Nachteile:

  • Einkommensgrenze (max. 4x Jahresmiete)
  • Nur 30 von Tausenden kommen zur Besichtigung
  • Freitags-Stress (bis 12 Uhr anmelden)

Für wen? Singles und Familien mit mittlerem Einkommen. Wer über CHF 120'000/Jahr verdient, hat kaum Chancen auf eine 3-Zimmer-Wohnung.

Weg 2: PWG (für fast alle)

Vorteile:

  • Keine Anteilscheine, keine Warteliste
  • Offener als Stadt Zürich (weniger strikte Einkommensgrenzen)
  • 37 Inserate im Kreis 4 – mehr als jede Genossenschaft
  • Stadtweites Portfolio (nicht nur Kreis 4)

Nachteile:

  • 72-Stunden-Fenster – ohne Alarm verpasst man viel
  • Zufallsprinzip bei Besichtigung (auch wenn Profil passt)
  • Viele Altbauten (hellhörig, ältere Ausstattung)

Für wen? Alle, die flexibel sind und schnell reagieren können. Besonders gut für Leute, die bei der Stadt wegen der Einkommensgrenze nicht reinkommen.

Weg 3: ABZ & andere Genossenschaften (für Geduldige)

Vorteile:

  • Architektur-Ikonen (denkmalgeschützte Bauten)
  • Echte Genossenschafts-Community
  • Langfristige Mietverhältnisse (wenig Fluktuation)

Nachteile:

  • Anteilscheine erforderlich (Kapital binden)
  • Weniger Inserate als Stadt oder PWG
  • Oft lange Wartezeiten oder Losverfahren

Für wen? Leute, die Geduld haben und langfristig planen. Wer hier reinkommt, bleibt oft Jahrzehnte.

Für wen ist der Kreis 4 geeignet?

Perfekt für:

  • Urban Souls: Du liebst das pulsierende Stadtleben, Multikulti-Flair und die Langstrasse um die Ecke
  • Normalverdiener: Mit der Stadt-Lotterie hast du echte Chancen – ohne Vitamin B
  • Singles & Paare: 1-2.5-Zimmer-Wohnungen gibt es zuhauf (Stadt Zürich dominiert dieses Segment)
  • Familien mit mittlerem Einkommen: 3-4-Zimmer-Wohnungen unter CHF 1'500 sind möglich

Schwierig für:

  • Ruhe-Sucher: Der Kreis 4 ist laut. Langstrasse, Viadukt, Hardbrücke – hier geht's immer ab
  • Luxus-Fans: Altbau-Charme heisst oft: Hellhörig, kein Lift, alte Bäder
  • Gutverdiener: Die Einkommensgrenze der Stadt Zürich schliesst viele aus (max. 4x Jahresmiete)
  • Familien mit 3+ Kindern: Grosse Wohnungen (5+ Zi) sind rar im Kreis 4

Pro & Contra im Überblick

✅ Das spricht dafür
❌ Das ist schwierig
Masse: 273 Inserate/Jahr = beste Chancen im innerstädtischen Vergleich
Einkommensgrenze: 72% aller Inserate (Stadt Zürich) mit strikten Limits
Faire Vergabe: Lotterie-System statt Wartelisten-Ungerechtigkeit (Stadt & PWG)
Lärm: Kreis 4 = urban = laut. Langstrasse, Viadukt – nichts für Ruhe-Sucher
Preis: 30-40% unter Markt, selbst im hippen Kreis 4
Altbau-Realität: Hellhörig, kein Lift, ältere Bäder bei vielen günstigen Wohnungen
Lage: Zentral, perfekte ÖV-Anbindung, Langstrasse, Viadukt, Hardbrücke
Konkurrenz: Tausende bewerben sich, nur 30 kommen zur Besichtigung
Vielfalt: Vom 615-CHF-Studio bis zur 5.5-Zi-Genossenschaftswohnung
Timing: Stadt-Lotterie läuft Freitags 12 Uhr – wer verpasst, wartet eine Woche
Keine Anteilscheine: Bei Stadt Zürich und PWG (87% aller Inserate) sofort starten
Wenig Neubau: Die meisten Wohnungen sind Altbau-Charme, nicht moderner Komfort

Unser Fazit

Der Kreis 4 ist das Genossenschafts-Eldorado für Normalverdiener. Nirgendwo sonst in der Stadt gibt es so viele bezahlbare Wohnungen – 273 Inserate im Jahr 2025 sprechen für sich.

Die Stadt Zürich dominiert (72% aller Inserate), aber das Lotterie-System ist fairer als jede Warteliste. Wer die Einkommensgrenze erfüllt, hat echte Chancen. Kein Vitamin B, keine Warteschlangen, kein Telefon-Terror – nur Glück und die richtige Haushaltsgrösse.

Die PWG ist die stadtweite Alternative: Offener als die Stadt, keine Anteilscheine, kein starres Einkommenslimit. Aber: 72-Stunden-Fenster. Ohne Alarm verpasst man viel.

Echte Genossenschaften wie ABZ bieten Architektur-Ikonen – aber mit weniger Inseraten und mehr Geduld.

Unser Tipp: Melde dich bei allen an. Stadt Zürich für die Lotterie, PWG für die Flexibilität, ABZ für den Traum vom denkmalgeschützten Altbau. Und lass unseren Such-Alarm arbeiten – 273 Inserate pro Jahr klingen viel, aber sie sind oft nur Stunden online.

Deine Abkürzung zum Kreis-4-Glück

Egal ob Freitags-Lotterie, 72-Stunden-Fenster oder klassische Genossenschaft: Wir überwachen alle Quellen im Kreis 4 für dich. Lehn dich zurück und lass unseren Algorithmus arbeiten.

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