Genossenschafts-Report 2025: Die Fakten

Alexander
January 7, 2026

Der Genossenschafts-Report 2025: Wir haben 1'598 Inserate analysiert – Das sind die Fakten

Veröffentlicht am: 07. Januar 2026 | Lesezeit: 4 Min.

Jeder spricht über die Wohnungsnot in Zürich. Die Schlagzeilen sind voll von "Wohnungsmangel" und "Mietpreis-Explosionen". Doch wie sah die Realität im Jahr 2025 auf dem Genossenschaftsmarkt wirklich aus? Gab es überhaupt noch Chancen?

Als Betreiber von GenossenschaftsScout.ch sitzen wir an der Quelle. Unsere Systeme überwachen den Markt rund um die Uhr. Wir haben unsere Datenbank geöffnet und 1.598 Inserate aus dem Jahr 2025 exklusiv ausgewertet.

Das Ergebnis ist überraschend: Ja, der Markt ist hart. Aber für diejenigen, die schnell waren, gab es 2025 erstaunliche Möglichkeiten – oft hunderte Franken unter der marktüblichen Miete.

Hier ist der ungeschönte Blick auf die Zahlen.

Der Preis-Check: Was kostete eine Genossenschaftswohnung 2025?

Das wichtigste zuerst: Lohnt sich der Aufwand überhaupt noch? Unsere Daten zeigen ein klares "Ja". Während auf den gängigen Immobilienportalen 3.5-Zimmer-Wohnungen in der Stadt Zürich kaum noch unter 3'000 Franken zu finden sind, sah die Welt bei den Genossenschaften anders aus.

Interessant ist hierbei eine Anomalie in den Daten: 3-Zimmer-Wohnungen waren 2025 im Schnitt günstiger als 2.5-Zimmer-Wohnungen. Der Grund? Viele 3-Zimmer-Objekte stammen aus älteren Bestandsbauten (z.B. in Schwamendingen oder Albisrieden), während 2.5-Zimmer-Wohnungen oft in modernen, etwas teureren Neubauten zu finden waren.

Hier sind die Durchschnittsmieten (Netto) aus unserer Analyse:

Durchschnittsmieten Genossenschaften 2025

Wohnungsgrösse Ø Miete (Netto) Verfügbarkeit
2.5 Zimmer CHF 1'637.- Mittel
3.0 Zimmer CHF 1'382.- Hoch
3.5 Zimmer CHF 1'689.- Hoch
4.0 Zimmer CHF 1'694.- Mittel
4.5 Zimmer CHF 1'921.- Mittel

Quelle: Interne Erhebung GenossenschaftsScout.ch, Basis: 1598 Inserate (2025).

Wer hat 2025 überhaupt vermietet?

Viele Wohnungssuchende bewerben sich blind bei den grossen Namen wie der ABZ und hoffen auf ein Wunder. Unsere Daten zeigen jedoch, dass die Chancen oft woanders lagen.

Ein riesiger Teil der Vakanzen kam 2025 direkt von der Stadt Zürich. Auch die Stiftung PWG war extrem aktiv. Die PWG kauft bestehende Häuser auf, um sie der Spekulation zu entziehen – das sorgt regelmässig für faire Angebote mitten in begehrten Quartieren.

Wer nur auf Wartelisten hofft, verpasst diese Chancen. Die meisten dieser über 1'500 Wohnungen wurden kurzzeitig ausgeschrieben und nach dem Prinzip "Wer sich zuerst meldet" (oder per Los) vergeben.

Die Top-Akteure des Jahres:

Wer hat 2025 am meisten vermietet? (Top 10)

Genossenschaft / Anbieter Anzahl Inserate Trend
Stadt Zürich (Liegenschaften) 412 🔥 Sehr hoch
Stiftung PWG 176 🟢 Hoch
HGW (Heimstätten-Genossenschaft) 88 🟡 Mittel
BG Silu 84 🟡 Mittel
Sunnigehof 80 🟡 Mittel
GWG (Winterthur) 80 🟡 Mittel
ASIG 64 🟡 Mittel
GBL (Baugenossenschaft Letten) 63 🟡 Mittel
GEWOBAG 57 🟡 Mittel
BGF (Baugenossenschaft Freiblick) 44 🟡 Mittel

Die "Hotspots": Wo die Chancen am grössten waren

Wir werden oft gefragt: "In welchem Quartier habe ich noch eine Chance?"Die Daten von 2025 sprechen eine deutliche Sprache. Während der Kreis 1 oder der Seefeld-Bereich (Kreis 8) wie erwartet kaum Vakanzen zeigten, gab es im Westen und Norden der Stadt viel Bewegung.

Besonders Albisrieden und Altstetten waren die absoluten Spitzenreiter. Hier gibt es eine extrem hohe Dichte an Genossenschaftssiedlungen, was zu einer natürlichen Fluktuation führt.

Ein weiterer Geheimtipp bleibt Winterthur. Mit exzellenten Verbindungen nach Zürich und starken Genossenschaften wie der HGW oder GWG bietet die Stadt oft deutlich mehr Wohnraum fürs gleiche Budget.

Die Chancen-Hotspots 2025

PLZ / Quartier Anzahl Inserate Fazit
8047 (Albisrieden) 101 Beste Chancen
8051 (Schwamendingen) 80 Viele Neubauten
8046 (Affoltern) 79 Guter Mix
8400 (Winterthur Zentrum) 69 Pendler-Tipp
8057 (Oerlikon/Unterstrass) 68 Sehr beliebt

Fazit: Schnelligkeit ist die neue Warteliste

Was lernen wir aus dem Daten-Jahr 2025?

  1. Es gibt Wohnungen: Über 1'500 Inserate in nur einem Jahr beweisen das.
  2. Die Preise sind fair: Wer eine Genossenschaftswohnung ergattert, spart oft über 1'000 Franken pro Monat.
  3. Die Konkurrenz schläft nicht: Die meisten dieser Inserate waren nur wenige Stunden, manche sogar nur Minuten online.

Die Zeiten, in denen man sich auf eine Warteliste setzen liess und fünf Jahre später einen Brief bekam, sind weitgehend vorbei. Heute werden Wohnungen dynamisch ausgeschrieben.

Unser Tipp für 2026: Verlassen Sie sich nicht auf Glück. Nutzen Sie Technik.

Unser Such-Algorithmus scannt genau diese Genossenschaften (und viele weitere) rund um die Uhr. Sobald ein Inserat wie die oben genannten online geht, erhalten Sie eine Benachrichtigung via E-Mail oder WhatsApp.

Jetzt Such-Abo aktivieren und 2026 eine Wohnung finden

Teile diesen Beitrag